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Empfehlenswerte Artikel zum Thema Tiefkühlung

Die Methoden zur Lebensmittelkonservierung: Kaum Verlust bei Gefrierprodukten

Taunusstein, 10. August 2004

„Zwischen Ernte bzw. Herstellung und Verzehr von industriell verarbeiteten Lebensmitteln liegt naturgemäß ein mehr oder weniger langer Zeitraum. Die Produkte werden zunächst zum Lebensmittelhandel transportiert und dort bis zum Verkauf gelagert. Im Haushalt werden sie dann möglicherweise bis zum Verbrauch nochmals aufbewahrt. Damit die Lebensmittel auf diesem langen Weg nicht verderben, werden sie bereits bei der Herstellung haltbar gemacht, konserviert. Dabei ermöglichen moderne Verfahren schonende Konservierung bei bestmöglicher Erhaltung von Nährwert und Geschmack. Laut INSTITUT FRESENIUS, Taunusstein, brauchen diesbezüglich speziell qualitativ hochwertige Tiefkühlprodukte den Vergleich mit Frischware nicht zu scheuen. Voraussetzungen für optimale Qualität industriell konservierter Lebensmittel sind einwandfreie Rohstoffe, Ernte zum günstigsten Reifezeitpunkt und Verarbeitung innerhalb weniger Stunden, bei Obst und Gemüse oft direkt “ an der Plantage“.

[…]

Durch Schockfrostung bei Temperaturen zwischen minus 30 und minus 200 Grad Celsius werden Stoffwechsel und Wachstum von Mikroorganismen entscheidend gehemmt, allerdings nur für die Dauer ununterbrochener Kühlung. Deshalb sollte die Tiefkühlkette von der Verarbeitung bis in den Haushalt lückenlos sein. Direkt nach der Ernte werden die Rohstoffe geputzt und gereinigt sowie je nach Rohstoff evtl. zerkleinert und blanchiert. Das Blanchieren bewirkt eine bessere Erhaltung der Nährstoffe. Beim Tiefgefrieren werden Aroma, Aussehen und Nährstoffgehalt weitestgehend geschont. Der Zusatz von chemischen Konservierungsstoffen ist weder erforderlich noch erlaubt. Tiefkühlprodukte tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum.“

Quelle: Institut Fresenius: http://www.institut-fresenius.de

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Frisch gepflückt, frisch gekauft oder tiefgefroren: Beeren behalten ihre Power

Beeren sind wegen ihrer intensiven Färbung reich an Anthozyanen und enthalten darüber hinaus verschiedene phenolische Verbindungen. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind zusammen mit Vitamin C für die hohe antioxidative Wirkung von Beeren verantwortlich, wodurch menschliche Gewebezellen vor Schäden geschützt werden können. Doch was passiert mit diesen „inneren Werten“ der Beeren nach der Ernte bis zum Verkauf im Supermarkt oder beim Frosten? Um diese Frage zu beantworten, haben Wissenschaftler der Universität Glasgow und Aberdeen Himbeeren der gleichen Sorte nach dem Pflücken untersucht und zwar:

  • innerhalb von 3 Stunden
  • innerhalb von 3 Stunden bei –30o C tiefgefroren
  • für 3 Tage bei 4o C gelagert (Zustand bei Ankunft im Supermarkt)
  • für 3 Tage bei 4o C gelagert, danach weitere 24 Stunden bei 18o C
  • aufbewahrt (entsprechend zusätzlich einen Tag in der Küche vormVerzehr aufbewahrt)

Interessanterweise blieb die Menge an Anthozyanen trotz der unterschiedlichen Lagerung bzw. Verarbeitung in allen vier Gruppen gleich. Bei den gelagerten Früchten stieg der Gehalt an phenolischen Verbindungen im Vergleich zu den frischen oder tiefgekühlten Beeren sogar an, da die Stoffwechselprozesse in den Beeren sich auch nach der Ernte fortsetzen. Allerdings verringerte sich bei den gelagerten Früchten durch dieses Phänomen der Gehalt an Vitamin C.

Für die Wissenschaftler von besonderem Interesse waren die Auswirkungen von Lagerung und Weiterverarbeitung auf das antioxidative Potential der Himbeeren. Dieses blieb unabhängig von der Behandlung so hoch wie bei den frisch gepflückten Himbeeren.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt eine Studie aus Kanada mit Lagerungsversuchen von Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren, die ebenfalls belegt, dass die Lagerung die antioxidative Kapazität der Beeren nicht vermindert, ja zum Teil erhöht.

Wer also gerne Beeren isst, sollte das ganze Jahr hindurch zugreifen und auch Tiefkühlprodukte auf die Einkaufsliste setzen. Der Gesundheit bekommt es allemal.

Quelle: www.5amTag.de

Zitierte Studien:

Mullen W, Stewart AJ, Lean MEJ, Gardner P, Duthie GG, Crozier A Effect of Freezing and Storage on the Phenolics, Ellagitannins, Flavonoids, and Antioxidant Capacity of Red Raspberries J Agric Food Chem 2002,50,5197

Kalt W, Forney CF, Martin A, Prior RL Antioxidant Capacity, Vitamin C, Phenolics, and Anthocyanins after Fresh Storage of Small Fruits J Agric Food Chem 1999, 47, 4638-4644

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Ein sensationeller Quantensprung: Tiefgekühltes Leben

Auszug aus der Rede von Albert Vollmer vor dem Club der Zerokraten am 4. Mai 2002 in Budapest

Auch bei der Tiefkühlung schreitet die Entwicklung rapide fort. Wir sind im Tiefkühl-Prozeß inzwischen sozusagen bei einem physikalischen Quantensprung angelangt. Die Tiefkühlung ist nämlich in eine ganz neue Dimension vorgedrungen. Und diese Tiefkühl-Sensation ist sogar schon alltäglich geworden, wir nehmen es bereits gar nicht mehr recht zur Kenntnis. Schon seit etwa 20 Jahren leben nämlich eine ganze Reihe von Menschen gesund und munter unter uns, die ihre Existenz der Tiefkühlung verdanken, denn sie wuchsen aus einem Ei heran, das tiefgekühlt war! Und die »künstliche« Befruchtung via TK-Sperma ist sozusagen schon fast ein selbstverständlich routinemäßiger Vorgang in vielen Arzt-Praxen! Das ist bereits so sehr »Alltag« geworden, daß man sogar schon vom »Tiefkühl-Papa« spricht…

Sie kennen alle die neuesten aktuellen Schlagworte der Biologie und Medizin: Klonen, Stammzellen, Forschung am werdenden Leben und so weiter … Das ist ein ungeheurer Vorgang im öffentlichen Bewußtsein - mit einem ebenso ungeheuren Nebeneffekt für die Tiefkühlkost insgesamt. In diesem Zusammenhang und in der öffentlichen Diskussion darüber ist nämlich etwas passiert, das gewaltige Folgen für die gesamte Tiefkühlung und damit für die Tiefkühlkost im besonderen nach sich zieht. Durch diese wissenschaftlichen Fortschritte in der Forschung ist die Tiefkühlung tatsächlich als lebenserhaltender Prozeß ganz selbstverständlich akzeptiert. Niemand findet etwas dabei, daß nicht mehr nur pflanzliche oder tierische Zellen, sondern sogar befruchtete menschliche Zellen und Embryonen bei 196 Grad minus in den Tiefkühlbehältern der Mediziner liegen und biologisch gesund und voll aktiv - also »lebendig« - sind. Und da gibt es in der Tat phantastische Entwicklungen.

Atemberaubende TK-Aussichten

Dieser medizinisch-wissenschaftliche Fortschritt zur direkten Verbesserung der menschlichen Lebensqualität in Verbindung mit der Tiefkühlung nimmt inzwischen in der Alltagswelt schon konkrete Formen an. Bereits heute wird nämlich schon über künftige Anwendungsmöglichkeiten gedacht: »Frieren Sie schon bei der Geburt Ihres Kindes seine Stammzellen für spätere Krankheiten ein - und Sie könnten Ihrem Kind ein weiteres Leben schenken«. So verspricht geschickt die Firma Cryo-Care in Köln. Ähnlich wie auch Vita 34 in Leipzig verknüpft man die leicht auszulösende Sorge der Eltern mit der derzeitigen Diskussion über heilende Stammzellen, um eine Dienstleistung für die Zukunft zu verkaufen: Man friert bei der Geburt sonst weggeworfenes Nabelschnurblut ein. Die darin enthaltenen Stammzellen könnten vielleicht in 20 Jahren als Therapie dienen. Ein Platz in einem Stickstofftank dieser Firmen kostet übrigens 1.300 bis 3.300 Euro.

Wenn Eltern diesen Gedanken erst einmal gedacht haben, dann bekommen sie ihn nicht mehr so leicht aus dem Kopf. Da relativiert sich die skeptische Aussage eines Anthony Ho von der Universität Heidelberg von selbst: »Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind seine Zellen jemals selber braucht, ist so klein, daß es sich nicht lohnt, sie wegzufrieren«. Dieser Einwand wird von den Eltern und von der Wirklichkeit schnell vom Tisch gefegt. Kein Wunder, wenn selbst Fachleute, die sich, wie so oft bei Experten, beim Reizwort »Stammzellen« uneinig sind, dieser Faszination erliegen. Anna Wobus von der Deutschen Forschungsgemeinschaft: »Ich würde die Zellen für mein Kind einfrieren, wenn ich in der Situation wäre«. Tja klar, natürlich, man kann ja nie wissen …

Das Prinzip könnte also eines Tages tatsächlich funktionieren. Es gäbe zudem noch einen besonderen Vorteil: Mit Stammzellen aus Nabelschnurblut steht man nicht im Zwiespalt der ethischen Diskussion wie etwa bei Stammzellen aus Embryonen.

Neue Lebensqualitäts-Phase der TK

Oder denken wir nur mal an die moderne Arche Noah, den »Frozen Zoo«, den »Tiefkühl-Zoo«, mit dem in einem Flüssigstickstoff-Tank seltene Tierarten vor dem Aussterben bewahrt werden (Wir haben darüber im tk-report 5/2002 Seite 6 ausführlich berichtet). Auch da sind wir mit der Tiefkühlung von lebenden Zellen in einen Bereich hineingekommen, bei dem die Menschen das sog. Klonen aus einer ganz anderen Sicht sehen und der sogar dieses Klonen zu einer ethisch-moralisch vertretbaren Methode zur Rettung von Tierarten werden läßt. 

Damit treten wir aber auch in eine ganz neue Phase der Tiefkühlung ein. Bis jetzt hatten wir es geschafft, daß durch die rasche Tiefkühlung die Zellwände von Pflanzen und Tieren nicht zerstört wurden. Wir alle kennen die erklärenden Zell-Zeichnungen - unversehrt ohne spitze Eiskristalle. Damit gelang es, die Frische der Zelle im Urzustand zu erhalten - die Basis des Erfolgs der Tiefkühl-Konservierung in der ersten Phase der Verbesserung der menschlichen Lebensqualität auf Tisch und Teller.

Doch jetzt sind wir durch die Fortschritte in Technik und Wissenschaft einen ganz gewaltigen Schritt weiter gekommen. Mit der Super-Tiefkühl-Methode bei minus 196 Grad Celsius können wir nicht nur eine Zelle in ihrer äußeren und inneren Form unversehrt erhalten, sondern wir erhalten sogar die Lebensfunktion der Zelle im inneren Zellkern. Das ist sensationell! Wir kommen natürlich nicht an »das Leben« - da ist immer noch eine Hand Gottes dazwischen - , wohl aber per Tiefkühlung an den Kern, an den das Leben gebunden ist. Und das ist ein sagenhafter Vorgang! Damit wird die Verbesserung der menschlichen Lebensqualität durch Tiefkühlung in eine ganze neue, geradezu phantastische Dimension gehoben. 

Das ist ungeheuer, damit wird die Aussage des guten Birdseye aus den Anfängen der Tiefkühlkost - »diese tiefgekühlten Erbsen oder diese Kabeljaufilets sind wie frisch« - um einen gewaltigen Sprung erweitert: »Die Tiefkühlung ist in der Lage, das Leben zu erhalten und zu bewahren«. Diese Konsequenz haben wir Tiefkühler in ihrer Tragweite selbst noch gar nicht richtig verstanden und umgesetzt.

Bisher haben wir sozusagen »abgestorbene« Zellen, wie wir sie für unsere Ernährung benötigen, via Tiefkühlung erhalten und damit den Verderbprozeß gestoppt - egal ob bei Fisch oder Erbse. Jetzt jedoch sind wir tatsächlich in der Lage, lebende Zellen (Eizellen, Sperma usw) via Tiefkühlung zu erhalten und zu konservieren. Das ist eine ganz neue Dimension. Bisher haben wir die Frische bestmöglich erhalten - das war an sich schon eine echte Sensation und ein ungeheurer Fortschritt in der Lebensmittel-Konservierung. Doch jetzt erhalten wir sogar das Leben der Zellen! Das ist einmalig und ein so unerhört sensationeller Vorgang, daß wir ihn uns erst selber richtig bewußt machen müssen.

Die Botschaft für uns Tiefkühler ist wiederum: Wir sind einzig …! So etwas wie die TK-Branche gibt es nicht noch mal! Das verschafft uns eine einzigartige Spitzenstellung gegenüber allen anderen Konservierungsformen. Es gibt nichts, was uns das Wasser reichen könnte. Wir haben es schon mehrmals geschrieben: Wenn es noch eines Beweises für die unübertroffene Qualität der Tiefkühl-Konservierung bedurft hätte, dann ist es dies. Einen besseren Beweis für die Fähigkeit der Tiefkühlung, alle natürlichen Eigenschaften optimal zu erhalten, kann es gar nicht geben. Wenn nämlich die höchste Stufe des Lebens, eine befruchtete tierische oder menschliche Eizelle, ein tierischer oder menschlicher Embryo tiefgefroren wird und nach anschließender Tiefkühl-Lagerung (teilweise sogar mehrere Jahre !) aufgetaut weiter lebt und zu einem gesunden Tier- oder Menschenkind heranwächst, dann ist das ein einzigartig überzeugender Vorg ang.

Das ist doch der unschlagbare Beweis, daß die Tiefkühlung die fortschrittlichste und beste Methode zur langfristigen Konservierung und Erhaltung aller ursprünglichen natürlichen Eigenschaften ist. Mit keiner anderen Konservierungsart - ob Trocknen, Salzen, Räuchern, Chemie, Bestrahlen, Begasen, Sterilisieren, Hocherhitzen (kurz oder lang) - mit keiner einzigen Methode wäre so etwas in dieser Perfektheit auch nur annähernd möglich. Auch wenn es in diesem Zusammenhang ein bißchen profan klingt: Wenn das in solch einzigartiger und eindrucksvoller Weise bei den höchsten Lebewesen möglich ist, dann brauchen wir uns über die Qualität, Natur-Frische und Haltbarkeit eines tiefgefrorenen Kabeljaufilets, einer Erbse oder eines Hähnchens nicht mehr zu unterhalten. Dieses leidige Thema, das uns in der Vergangenheit so oft beschäftigte, ist damit endgültig vom Tisch.

Tiefkühlung besitzt Vertrauen

Natürlich stehen wir da erst ganz am Anfang einer viel versprechenden Entwicklung. Aber wir sehen auch wiederum daran: Tiefkühlung und damit der Tiefkühlkost steht noch eine grandiose Zukunfts-Aussicht bevor ! 

Wir dürfen uns nur nicht in die ethisch-moralische Diskussion im Zusammenhang mit dieser neuen Forschung am werdenden Leben, am menschlichen Embryo, bei den Problemen mit Stammzellen und dem sog. Klonen hineinziehen und verstricken lassen. Da haben wir direkt nichts mit zu tun, das geht uns insofern nichts an. Wir mit unserem Tiefkühl-Prozeß sind nur ein Hilfsmittel der Forschung und der Bio-Technik, zwar unerläßlich notwendig, aber eben nur ein Mittel. 

Und erstaunlicherweise hat die Öffentlichkeit das auch als Selbstverständlichkeit verstanden und registriert: Die Tiefkühlung als Mittel der Forschung steht völlig abseits und außerhalb jeglicher Schußlinie der Diskussion. Dieses Vertrauens-Potential gilt es für uns als Tiefkühl-Branche zu nutzen. Wir müssen diese einmalige Möglichkeit, die die Tiefkühlung zur Verbesserung der Lebensqualität bietet, der Öffentlichkeit bewußt machen: Denn das kann nur die Tiefkühlung. Wir sind die Frisch- und Lebenserhaltungs-Konservierung per excellence! 

Und wir sollten uns aber auch darüber im klaren sein, daß der jetzt erreichte Fortschritts-Stand der Wissenschaft nur möglich war, weil sich das Tiefkühl-Verfahren bei den Verbrauchern als Selbstverständlichkeit und unangezweifelt sichere Frischhalte-Methode durchgesetzt hat. Der Tiefkühlkost-Erfolg am Eßtisch ist der Vater des medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritts.

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